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Zum Anbeißen. Angeln in den kleinen Seen der Voegensen

von Maxime LUBIANZ

Maxime LUBIAN

Zum Entspannen, um die Natur und die nahe Umgebung zu genießen ...

  • • Was kommt Ihrer Meinung nach Épinal am nächsten ? Eine Gegend, der man seine Geschichte ansieht. Wo man abends gemütlich durch Gäßchen schlendern kann.
  • Was ist Ihr Lieblingsgericht ? Heidelbeerkuchen
  • Was ist als Tourist Ihr Lieblingsort ? Die Abteien bei Senones

Am frühen Morgen

Mitten im Winter haben ein Freund und ich beschlossen mit dem Mofa an einem kleinen See Angeln zu gehen, um in der Natur eine ruhige Kugel zu schieben.

Wir kamen so gegen 7 h 30 am See an, die Sonne war noch nicht einmal richtig aufgegangen. Ich dachte schon fast, wie wären zu früh aufgestanden ! Nicht weiter schlimm, wir haben zunächst  unsere Sachen ausgepackt. Ich erinnere mich noch, daß es mir nicht ganz leicht fiel, meine Angel zusammenzusetzen, so kalt waren meine Hände. Also erstmal die Länge der Teleskopangel auf die Tiefe des Sees einstellen. Ich war ja auf einen Barsch aus, dazu hatte ich einen lebendigen Regenwurm auf den Haken gespießt. Am liebsten sind uns ja Schwärme aus 25 cm langen Fischen. 

Anfängerglück, vielleicht ...

Erst ab 9 Uhr wärmten uns die ersten Sonnenstrahlen. Das tat gut. 5 Minuten später biß auch schon der erste an, der Schwimmer wurde in die Tiefe gezogen. Ich machte eine ruckartige Bewegung, damit der Haken sich auch in den Gaumen des Fisches bohrt, dann konnte ich etwas mühselig einen 23 cm langen Barsch an Land ziehen. Das war ein guter Anfang, ich nahm einen neuen Regenwurm und warf die Angelschnur an der selben Stelle aus. Und so ging es weiter, wir hatten wirklich eine gute Stelle erwischt. Ich glaube, ich habe insgesamt 11 zwischen 20 und 36 cm lange Barsche geangelt. 

Eine unerwartete Begenung

Bei dem zwölften Mal spürte ich, daß irgendetwas anders war. Mein Schwimmer wurde viel tiefer ins Wasser gezogen und tauchte auch nicht wieder auf. Erst dachte ich, die Schnur hinge am Boden des Sees fest, die ruckartige Bewegung führte ich aber trotzdem durch. Meine Angel bog sich durch,  die Schnur spannte sich - ja, hatte ich den einen Bären am Haken ? Was auch immer es war, ich bekam es nicht aus dem Wasser, ca. 30 m Schnur spulten sich ab.

Ein unvergeslicher Moment

Nach einer halben Stunde Bemühungen bekam ich den Fisch endlich zu sehen. Es war ein riesiger Hecht, der bestimmt Barsche hatte fressen wollen. Ich hatte Glück gehabt, denn der Haken hielt nicht besonders gut, zum Glück hatte der Hecht die Schnur nicht durchbeißen können. So konnte ich den Hecht dann doch fangen, die Schnur hätte er ohne weiteres durchbissen, wenn der Haken nur etwas anders gesessen hätte. Aber so ging ich mit einem 6,5 kg schweren, 1 m langen Hecht nach Hause. Angeln hält halt immer irgendwelche Überraschungen bereit.